London Calling

Und wie es ruft – es schreit nach hervorragender Küche bei Ottolenghi in London. Unsere Londonreise im Juli 2012 war nicht der Olympiade wegen, sondern um die Stadt vor allem kulinarisch zu erkunden. Nach einem ersten Abend in Jamie Oliver’s Fifteen, der uns schon mal kulinarisch ganz gut eingestimmt, wenn auch nicht „vom Hocker gerissen“ hat, haben wir uns bald auf den Weg nach Islington zu Ottolenghi’s einzigem größeren Restaurant in London gemacht, bei dem man auch abends essen kann.

Das Prinzip ist „small dishes to share“, was toll ist, weil man dadurch viel von Yotam Ottolenghi’s Speisekarte durchkosten kann. Unbeschreiblich gut! Ohne Worte…

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Allein dafür war London die Reise wert! Wer nachkochen möchte, findet tolle Rezepte in Ottolenghi’s Büchern Genussvoll vegetarisch oder brandneu in Jerusalem. Mehr Londontipps gibt es in meinem Zweitblog http://mehrvommeer.wordpress.com.

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Bella Italia – kulinarisch entdeckt 1

Triest, die Stadt der Winde

Zwischen Weihnachten und Silvester endlich ein paar freie Tage, yeah. Meine Freude über dieses Gefühl von Freiheit hat eine Assoziation in mir geweckt: ich will Meer sehen, mehr von Meer sehen! Nichts ist freier als das Meer. Und dabei haben wir in 4einhalb Stunden Autofahrt von Wien eine Stadt im Angebot, die nicht nur den heiß ersehnten Meerblick bietet, sondern auch kulinarisch top ist: Triest.

Also, auf ins Auto für einen Kurztrip nach Triest. Wie zuhause fühlt man sich in den Kaffeehäusern der Stadt, wie etwa im Caffè Tommaseo, dem ältesten der Stadt. Ich erinnere mich an einen Traum von einer Kakifruchtcreme, mmh. Auch Illy ist hier beheimatet und so kann man sich auf guten Kaffee freuen.

Zwei kulinarische Tipps möchte ich unbedingt mit euch teilen.

Zunächst einmal für den kleinen Zwischenstopp während des Stadtbummels. Die Gran Malabar bietet als Weinbar eine hervorragende Auswahl an Weinen aus der Region und so hat man die Gelegenheit, einen Vitovska von Edi Kante, dem bekanntesten Winzer, zu probieren, eine Rebsorte, die man nur hier im Karstgebiet kennt.

Aber das absolute kulinarische Highlight gibt’s im besten Fischrestaurant der Stadt, dem Scabar. Ami Scabar als Köchin und ihr charmanter Bruder betreiben hier eine Perle der triestinischen Küche. Dort hinzufinden ist schon eine mittlere Meisterleistung, ohne Auto eher unvorstellbar, aber wenn man erst mal angekommen ist, wird man für die Strapazen belohnt. Und wie! Fangfrischer Fisch, aber auch sonst tolle Zutaten.

Ein Artikel, der mich dann auch endgültig zur Triestreise motiviert hat, stammt aus dem Servus-Magazin. Ich gebe zu, ich bin Fan dieser Zeitschrift! Wer sich also auch inspirieren lassen möchte, kann sich in der Novemberausgabe 2011 des Heftes Tipps für Triest holen. Noch ein Lesetipp: Ami Scabar – die tolle Köchin – hat mit ihrem Mann – dem deutschen Krimiautor Veit Heinichen – ein Buch herausgebracht: Triest, die Stadt der Winde. Darin auch enthalten: Rezepte zum Nachkochen! Mmhh…

Und zu guter Letzt: wem die Reise nach Triest dann doch zu weit ist, der kann sich auch in Wien von triestinischen Produkten verwöhnen lassen: im Il Bio in der Burggasse oder im la Salvia am Yppenplatz. Buon appetito!

Il Bio, Burggasse 50, 1070 Wien http://www.ilbio.at/

La Salvia, Yppenplatz, 1160 Wien http://www.lasalvia.at/index.php

Kulinarisches Frankreich – Teil 2

Faire le marché!

Auch die einfachen Dinge können köstlich schmecken, einfach ein bisschen was auf dem Markt eingekauft. Saisonales Gemüse, Käse, frisches Brot, und eine gute Flasche Roséwein, ideal für einen lauen Sommerabend zu zweit.

Herausgekommen ist zum Beispiel ein romantisches Abendessen unter freiem Himmel in einem kleinen provencalischen Dorf in der Nähe von Avignon. Manchmal kann das Leben so einfach (schön) sein!

Französische Märkte gehören zum Frankreich-Urlaub für mich dazu. Besonders nett ist mir noch der kleine Markt auf der wundervollen Ile de Ré in Erinnerung, eine kleine Insel vor der Stadt La Rochelle, die sich toll mit dem Fahrrad erkunden lässt. Die „weiße“ Insel ist auch ein Schlemmerparadies! Wer sich also an der französischen Atlantikküste aufhält, dem kann ich einen Abstecher auf diese Insel nur raten. Es zahlt sich aus.

Märkte auf der Ile de Ré

Kulinarisches Frankreich – Teil 1

Vive la savoir-vivre!

Mit dem Flieger nach Paris und dann 3 Wochen mit dem Mietauto quer durch Frankreich, das war der Plan. Zunächst war erstmal Reisen angesagt, das Schlemmen hat sich dann aber auch rasch zu meinem Lieblingssport etabliert. Man legt dabei zwar Kalorien zu, aber auf so eine wunderbare und genussvolle Art und Weise, dass das schlechte Gewissen ausbleibt. Wobei mich als Sportmuffel selten das schlechte Gewissen plagt, was das Nichtstun sportlicher Natur betrifft. Das erste kulinarische Highlight gab’s in Antibes an der Cote d’Azur. Gut, fancy food, könnte man sagen, aber geschmeckt hat’s auch himmlisch. Und dann darf es schon ein bisschen fancy sein, finde ich. Das Auge isst ja schließlich auch mit. Gelandet sind wir im Cafetiére Felée, laut Homepage zu erwarten: Cuisine fusion de Julien Fiengo. Und dieser Julien kann zaubern. Ein bisschen zauberhaft war auch das Lokal, ein Hauch von Alice im Wunderland, na gut, mit viel Fantasie. Konzentrieren wir uns auf’s Essen. Das möchte ich euch natürlich auch visuell nicht vorenthalten.

erster Gang

So sieht Sushi von der Ente aus auf einem Kaviar von der Aubergine mit Honig-Senf-Reduktion. Fancy, sag ich ja, aber geschmacklich eine Explosion, und das ist die Hauptsache.

 


Zweiter Gang

Hier haben wir Maki vom Kabeljau mit Shitake-Basmatireis an Sauce von Zitrusfrüchten und Rosmarin auf einer Schiefertafel. Gut, vielleicht, keine Riesenportion, so entstehen dann die Vorurteile gegenüber der Nouvelle Cuisine. Lecker war’s.

 

Hauptgang

Mein Gegenüber hat sich aber auch nicht beklagen können. Schweinemedaillons mit Orangen-Parmesankruste, cremiger Polenta mit getrockneten Früchten und Sojasauce. Tja, was soll ich sagen? Ich habe den Geschmack heute noch im Mund, wenn ich das Foto sehe.


Ja, so eine Frankreichreise ist was Wunderbares.

Cafetiére Félee

18, Rue Du Marc, 06600 Antibes Juan les Pins, Frankreich

http://lacafetierefelee.com/